Bunte Lampions, grüne Reisfelder und jede Menge Motoroller – unsere Reise durch Vietnam

Der August war für mich in diesem Jahr ein ganz besonderers toller Monat — es standen nämlich nicht nur drei unglaublich schöne Reisen an, sondern ich hatte diesmal auch eine ganz besondere Begleitung mit dabei: (mein) Samy war den gesamten Monat bei mir zu Besuch.

Begonnen haben wir unseren vier-wöchigen Südostasientrip in Vietnam. Hier sind wir vor allem durch den Norden des Landes gereist. Die ersten zwei Tage haben wir in Hanoi, der Hauptstadt Vietnams, verbacht. Wir haben uns hier einfach durch die lebhaften Straßen der Altstadt treiben lassen, ein paar Sehenswürdigkeiten besichtigt und sind immer wieder über bunte Mäkte und durch kleine Einkaufsgassen gebummelt. Das war allerdings nicht immer ganz so einfach, denn in Hanoi wimmelt es nur so von Motorollern. Um jede Ecke und durch jede noch so enge Gasse knattern die Vietnamesen damit durch ihre Haupstadt. Um als Fußgänger überhaupt die Straße überqueren zu können, mussten wir am Anfang ganz schön viel Mut aufbringen. Irgendwann hieß es für uns dann aber einfach nur „Augen zu und durch und bloß nicht stehen bleiben!“. Es hat dann tatsächlich auch geklappt. Um uns zwischendurch von den chaotischen Straßen Hanois eine kurze Auszeit zu gönnen, sind wir immer wieder in kleine Cafés und Bars geflüchtet und haben bei einer Tasse vietnamese Coffee (cà phê) entspannt. Natürlich haben wir uns auch durch die vietnamesische Küche probiert — mein absoluter Favorit: frische vietnamesische Frühlingsrollen wahlweise mit Fisch oder Shrimps. Die konnte man z.B. ganz lecker im „Highway 4“ essen. Gut gefallen hat uns auch das „Nachtleben“ in Hanoi. Denn gegen Abend verwandeln sich die Gassen der Altstadt in kleine Straßenkneipen. Die Bars packen dann ihre kleinen, bunten Plastiktische und Hocker aus und verteilen sie auf der Straße, es gibt viel zu essen,  noch mehr zu trinken und es herrscht einfach eine wunderbare Atmosphäre.

Hanoi

Nach zwei Tagen knatternden Motorollerwahnsinn in Hanoi, brauchten wir erst einmal ein bisschen Ruhe und haben uns deshalb mit dem Nachtzug in Richtung Norden in das kleine Bergdorf Sa Pa aufgemacht. Mit dem Wetter hatten wir in Sa Pa leider nicht ganz so viel Glück. Es hat fast die gesamte Zeit geregnet. Wir haben dem natürlich getrotzt und am ersten Tag eine Trekkingtour durch die Reisterassen gemacht. Die Aussicht hat sich auch trotz Regen gelohnt — vorbei an Wasserfällen und kleinen Bergdörfern wurden wir von einer einheimische Frau des Hmong-Stammes durch die atemberaubende Landschaft geführt. Am zweiten Tag haben wir dann die Berge auf eigene Faust erkundet. Ausgestattet mit ganzkörper Regencapes sind Samy und ich mit dem Motoroller über kurvige Straßen und holprige Matschpfade im Regen durch die grünen Reisfelder gefahren. Was für ein Erlebenis!

Sa Pa

Raus aus dem Nachtzug und zurück in Hanoi, ging es für uns direkt weiter zur berühmten Ha Long Bay mit ihrer beeindruckenden Kalksteinfelsenlandschaft. Hier haben wir auf einer traditionellen Holzdschunke auch die Nacht verbacht. Tagsüber gab es ein volles Programm: Besichtigung einer Tropfsteinhöhle, Kajaktour, kurzer Zwischenstopp am Strand einer der unbewohnten Inseln, Schwimmen im  jadegrünen Wasser, Thai Chi zum Aufstehen… und zwischendrin wurde uns an Board unserer Dschunke immer wieder ein mehrgängiges Menu mit vietnamesischen Spezialitäten serviert. Für meinen Geschmack war die Tour ein bisschen zu stark durchgeplant. Wir haben die Zeit für uns auf dem Boot mit der tollen Aussicht aber  trotzdem genossen.

Ha Long Bay

Wieder zurück auf dem Festland haben wir uns gleich weiter auf den Weg nach Hoi An, unseren letzten Reisestopp in Vietnam, gemacht. Das kleine Hafenstädtchen hat uns besonders gut gefallen. In Hoi An gibt es wunderschöne historische Gassen zum Flanieren, Restaurants mit unfassbar leckerem Essen direkt am Fluss (wirklich, richtig lecker!) und vielen schönen Einkaufsmäglichkeiten. Nicht umsonst ist Hoi An für sein Schneiderhandwerk und die vielen kleinen Schneidereien bekannt, die dir praktisch über Nacht alles anfertigen, was das Herz begehrt. Das haben wir natürlich auch in vollen Zügen ausgenutzt und uns Anzug, Kleider, Hemden, Blazer, und … maß schneidern lassen. In Hoi An herrschte eine ganz besondere Atmosphäre. Vor allem Abends, wenn man in einem der kleinen Restaurants am Fluß saß und das Treiben, auf den mit vielen bunten Lampions beleuchteten Straßen, beobachten konnte. Im Gegensatz zum wuseligen Hanoi, hat man in Hoi An von lautem Verkehr und schlechter Luft gar nichts mitbekommen. Von unserem Homestay aus wurden uns kostenlos Fahrräder zur Verfügung gestellt, mit denen wir problemlos nicht nur durch Hoi An geradelt sind, sondern auch die Umgebung erkundet haben. An unserem letzten Tag haben wir sogar noch einen Ausflug an den nahegelegen Strand gemacht, um dort noch ein wenig zu relaxen. Die 3 1/2 Tage in Hoi An haben uns richtig gut gefallen und gingen leider viel zu schnell um. Gerne hätten wir noch ein wenig mehr Zeit in dem kleinen Hafenörtchen verbacht. Aber wir mussten ja weiter, denn Thailand und Bali wollten ja auch noch von uns bereist werden…

Hoi An

Hier sind wir untergekommen:
Hanoi: Tu Linh Palace Hotel 2
Sa Pa: Sapa House Hotel
Hoi An: Full House Homestay (kann ich wirklich nur empfehlen!)

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